Fürs zweitletzte Auswärtsspiel dieser Qualifikation reiste der HCAP ins Bündnerland zum Vizeleader. Und der Start gelang dem Underdog aus dem Tessin. Nach zweieinhalb Minuten nutzte Perrault ein Gewühle vor dem Davoser Tor und traf aus kurzer Distanz, nachdem zuvor mehrere Ambrispieler an Genoni gescheitert waren. Doch die Davoser Antwort folgte postwendend. Zuerst traf Jinman nach einem ausgezeichneten Zuspiel von Back, und nur eine Minute später schoss Corsin Camichel den Meister in Führung. Doch auch Ambri hatte darauf eine Antwort parat: In der 8. Minute erhielt es für zwölf Sekunden die Gelegenheit, in doppelter Überzahl zu agieren. Und dieser kurze Augenblick genügte um auszugleichen. Noreau schoss von der Blauen Linie aufs Tor ? nicht seine üblichen Slapshots, sondern ein sanfter Handgelenkschuss, und Duca, der vor dem Tor stand, lenkte entscheidend ab. 2 zu 2, gespielt noch keine zehn Minuten. Sollte Ambri ausgerechnet gegen statistisch beste Defensivmannschaft der Liga den Weg zum Tore schiessen zurückfinden? Doch es waren nur die Davoser, die das Schützenfest fortsetzten. In der 14. Minute schoss Forster, und via Handschuh von Taticek und Maske von Bäumle fand der Puck den Weg ins Tor.
Auf das torreiche Startdrittel folgte ein torloses Mitteldrittel. Erst in der 43. Minute musste wieder ein Torwart hinter sich greifen. Sykoras Schuss prallte an Bäumle ab, und Taticek verwertete den Abpraller zum 4 zu 2. Minuten später trifft Sejina zum entscheidenden 5 zu 2, und nach 53 Minuten war es wieder Taticek, der zum 6 zu 2 Endresultat traf.
Zwei Drittel lang hatte Ambri gut mitgehalten und stand nahe an einem Punktgewinn, ehe im letzten Drittel die torgefährlichen Tschechen im Dienste der Bündner den Unterschied ausmachten. Da Langnau gleichzeitig gewann, ist Ambri nun auf den 11. Rang abgerutscht und hätte somit momentan kein Heimrecht in den Playouts gegen die Emmentaler. Noch aber bleiben die Spiele gegen Biel und Bern, um sich das Heimrecht zurückzukämpfen.
Michael Derungs




















