Nichtsdestotrotz startete Ambri energisch ins Spiel und zeigte von Beginn weg, dass es dieses eine Derby doch noch gewinnen wollte. Lugano in den ersten drei Minuten kaum mit Chancen, doch dann spielte der hinter dem Luganotor stehende Nummelin einen Pass übers ganze Spielfeld, der Conne auf der Blauen Linie erreichte. Dieser konnte alleine auf Schaefer losziehen und er erwischte den Ambrikeeper zwischen den Schonern. Eine Kopie dieses Treffers folgte 5 Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels. Diesmal konnte Domenichelli alleine aufs Tor ziehen und versenkte die Scheibe auf die gleiche Weise wie zuvor schon Conne.
Das Mitteldrittel gehörte hauptsächlich den Bianconeri. Und in der einzigen Überzahlsituation in diesem Drittel gelang es Romy auch, auf 0 zu 3 zu erhöhen. Drohte erneut die Schmach einer torlosen Niederlage? Ambri hatte etwas dagegen und bäumte sich im Schlussdrittel noch einmal auf. Und endlich fiel er dann doch noch, der erste Treffer an einem Heimspiel seit sechs Dritteln. Nachdem zuvor Sidler vors Luganotor vorgedrungen war, konnte Hofmann den Nachschuss verwerten. Die Hoffnung kehrte zurück, und auch Constantine zeigte, dass er dieses Spiel noch drehen wollte. Bereits zehn Minuten vor Schluss ersetzte er erstmals ein sechster Feldspieler den Torüter. Ein Treffer resultierte daraus zwar noch nicht, aber immerhin kam es so zu einer Strafe gegen Lugano. Die Scheibe wurde von Ambri eher harmlos in die Lugano-Abwehrzone gespielt, Conz ging hinters Tor um die Scheibe zu holen, doch diese landete plötzlich vor dem Tor auf dem Stock von Duca, und dieser konnte einschieben. Nur noch 2:3. Es kam nochmals Hoffnung auf. Doch ein Powerplaytreffer von Lugano in der viertletzten Minute besiegelte das Leventiner Schicksal entgültig.
Lugano gewann damit gleich alle sechs Tessiner Derbys in dieser Saison. Doch viel Zeit, darüber nachzudenken bleibt Ambri nicht. Bald stehen die Playouts an, und es gilt, die Saison bereits in der ersten Runde zu beenden.
Michael Derungs




















