04.02.2012

ZSC gewinnt in der sibirisch-kalten Valascia

Kalte Eishockeyspiele sind sich die Fans, die jeweils in die Valascia pilgern, gewohnt. Doch heute wurden auch diese Hartgesottenen auf eine neue Prüfung gestellt, herrschten draussen doch Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. So gab es zuschauermässig dann auch einen neuen Minusrekord in dieser Saison.

Trotzdem musste ein Sieg her in der „partita del cuore“, welche Ambri mit violetten Spielerdressen bestritt. Es galt, Verfolger Langnau auf Distanz zu halten. Beide Teams starteten offensiv wenig berauschend ins Spiel. Es gab auf beiden Seiten die eine oder andere Torchance, allerdings keine wirklich brandgefährlichen. Nach 17 Minuten war es dann ZSC-Topscorer Jeff Tambellini, der aus dem ersten Überzahlspiel an diesem Abend Profit schlug und den Puck von der Seite her reindrückte.

Und sechs Minuten später schlug es bereits zum zweiten Mal hinter Bäumle ein. Schommer, der hinter dem Ambritor den Puck hatte, bediente Seger mit einem genialen Zuspiel, und der Routinier verwertete. Nach 26 Minuten hatte dann auch Ambri seine Chance im Powerplay. Doch der Treffer fiel wiederum auf der Seite von Bäumle. Tambellini konnte entwischen, alleine aufs Tor ziehen und erfolgreich abschliessen. Trotz dieser drei Tore innert zehn Minuten gab Ambri nicht auf und zeigte in einer grossen Druckphase zwischen der 34. und der 38. Minute, dass es gewillt war, diese Partie noch zu kehren. Doch die Chancen konnten auch heute nicht in Tore umgemünzt werden.

Viel Nennenswertes gab es im letzten Drittel nicht mehr. Bäumle verliess bereits sechs Minuten vor Spielendende das Tor. Ambri gelang es auch, sich im Zürcher Abwehrdrittel festzusetzen, es wurde allerdings nicht wirklich torgefährlich. Zweieinhalb Minuten vor Schluss traf dann Bärtschi noch ins leere Tor, was allerdings nur noch Resultatkosmetik war. Ambri somit in einer äusserst überzahlarmen Partie – es gab zwei Zürcher Überzahlspiele und eines für Ambri – erneut ohne Torerfolg.

Michael Derungs